King Louie – Black cats are great!

Es war Liebe auf den ersten Blick als ich den kleinen Louie vor mittlerweile fast 6 Jahren in einem Heuhaufen inmitten seiner Geschwister erblickte. Es war ein recht kühler Tag im Mai und eine Freundin hatte mich damals zu einem Bauernhof mitgenommen, um mir die kleinen Flauschkugeln zu zeigen, die noch einen Platz suchten. Wohlwissend, dass ich mich vermutlich vom Fleck weg in eine Katze verlieben würde. Und so war es dann auch… Es waren 2 schwarze und 3 getigerte Kätzchen und wie man es leider öfter hört, waren bereits alle vermittelt außer die zwei Schwarzen. So wurde ich quasi vom Schicksal bestätigt, dass ich dem kleinen schwarzen Kätzchen mit dem kleinen weißen Fleck auf der Brust ein Zuhause schenken sollte, und eventuell auch dem zweiten, sollte es niemand haben wollen…. 

Glücklicherweise durften die Kätzchen so lange es ging bei der Katzenmama am Bauernhof bleiben und auch das zweite schwarze Kätzchen erhielt eine Zusage. Doch leider kam die Katzenmama mit der Zeit immer seltener zu den Kätzchen und vor allem eines der schwarzen Kätzchen wurde immer schwächer, fast schon apathisch und bekam dann auch noch Schnupfen und extrem eitrige Augen – das war Louie. So entschied ich eines Morgens ihn vor der Arbeit abzuholen und sofort mit ihm zum Tierarzt zu fahren. Die Prognose des Arztes war leider alles andere als gut… Louie wog mit ca. 6 Wochen nur 250 Gramm (Soll-Gewicht wären rund 700 Gramm), war sehr schwach und hatte Katzenschnupfen. Er erhielt eine Infusion und eine Spritze und mit den Worten „Viel Glück, aber den werden sie vermutlich nicht durchbringen…“ verließ ich die Tierarztpraxis.  

Zurück im Auto schaute ich das kleine schwarze Fellknäuel in der Transportbox an und dachte mir „Jetzt erst recht, du wirst noch ein großer, schwarzer Kater werden…ein richtiger King Louie!“. Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde, doch ich hatte es einfach im Gefühl, dass der Kleine ein Kämpfer war. Zuhause angekommen richtete ich erstmal das Badezimmer als Louies erstes, neues Zuhause her, da ich ihn noch ein paar Tage von Jumper separieren wollte. Zum Glück hat er sofort Babykatzen-Aufzuchtsmilch getrunken und auch ein bisschen Nassfutter gefressen – fast so als wüsste er, dass er jetzt groß und stark werden musste. Die ersten Tage haben wir eigentlich hauptsächlich auf dem Badezimmerboden verbracht und Jumper hat vor der Türe immer elendig miaut, doch es war einfach ein zu großes Risiko die beiden sofort zusammenzulassen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich außerdem einen recht arbeitsintensiven Job in einer Social Media Agentur und so bin ich Tag für Tag 2 x täglich von der Arbeit zu Louie nach Hause gefahren um nach ihm zu sehen. 

2 Wochen später hatte der kleine Mann schon ordentlich zugelegt und wurde mit jedem Tag etwas lebhafter. Auch der Schnupfen ließ zum Glück nach. Da Jumper als Baby selbst schon Katzenschnupfen durchgemacht hatte, entschied ich mich (nach Absprache mit dem Tierarzt) dazu, die beiden an meinem freien Wochenende zum ersten Mal zusammenzulassen. Im ersten Schritt habe ich Louie in der Transportbox einfach zu mir aufs Bett gestellt und Jumper hat sich von außen genähert. Zunächst wurde die Transportbox ausgiebig angefaucht und auch des Öfteren danach geschlagen, doch nach ein paar Stunden war Jumper schon ziemlich entspannt und hat sich beschützend neben die Transportbox gelegt. So entschied ich mich dazu, den kleinen Louie zu mir auf die Brust zu legen… Und es geschah etwas, von dem ich nicht mal zu träumen gewagt hätte, Jumper näherte sich, schnupperte an Louie und schleckte ihn von Kopf bis Fuß sauber. Damit war der Bann gebrochen und Jumper ist Louie von diesem Tag an nicht mehr von der Seite gewichen. Er hatte seine Rolle als Zieh-Papa sofort akzeptiert und ist regelrecht darin aufgeblüht. 

Die nächsten Wochen verliefen zum Glück sehr gut und man konnte Louie täglich beim Wachsen zusehen. Jumper und Louie waren unzertrennlich, fetzten gemeinsam durch die Wohnung und kuschelten viel. Beim nächsten Tierarztbesuch staunte dieser nicht schlecht, als er den kleinen, kräftigen Kater in der Transportbox erblickte. Louies Katzenschnupfen war weg, er hatte keinerlei Darmprobleme und auch sonst war er topfit. Das hatte mich wieder mal darin bestätigt, dass man nie die Hoffnung aufgeben soll, denn es passieren immer wieder kleine Wunder, an denen man sich erfreuen kann.

Mittlerweile, ein paar Jahre später, sind Jumper und Louie immer noch unzertrennlich. Man merkt allerdings deutlich, dass Jumper der Papa und damit auch der Chef ist. Louie muss immer nach seiner Pfeife tanzen und kassiert auch des Öfteren den ein oder anderen Schlag von Jumper. Obwohl Louie mittlerweile fast 2 kg schwerer und auch viel größer als Jumper ist, wehrt er sich nie gegen ihn. Wenn Jumper ihn mal wegscheucht oder anfaucht, akzeptiert er dies völlig teilnahmslos und zieht von Dannen. Fast so als wüsste er, dass Jumper maßgeblich dazu beigetragen hat, dass er zu dem wunderschönen, gutmütigen Kater geworden ist, der er heute ist. Und ich für meinen Teil erfreue mich jeden Tag daran die beiden zu beobachten und mit ihnen zu kuscheln, denn eines haben sie gemeinsam: Sie sind treue Seelen, die nach Liebe suchen und einem SOOOOO viel zurückgeben. In diesem Sinne: Schönes Wochenende euch und euren Vier- und Zweibeinern – verliert nie die Hoffnung und genießt das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen! ❤ 

Und eine ganz wichtige Message für mich:

SCHWARZE KATZEN SIND GROSSARTIG UND LIEBENSWERT!!!

9 Kommentare zu „King Louie – Black cats are great!

  1. Ganz tolle Geschichte,hab Tränen in den Augen und du sprichst mir aus der Seele,schwarze Katzen sind unglaublich schön mit ihrem glänzendem Fell,ich liebe schwarze Katzen,toller Kater
    Lg Marion

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  2. So schön geschrieben 😻und so ein Glück das Louie DICH hatte.
    ,,,, Black cats are great,,,,💕 Freue mich auf noch viele schöne Geschichten von Euch.
    Bleibt gesund 💕

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  3. So schön geschrieben 😻und so ein Glück das Louie DICH hatte.
    ,,,, Black cats are great,,,,💕 Freue mich auf noch viele schöne Geschichten von Euch.
    Bleibt gesund 💕

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